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Die Pfarrkirche Gnigl

Das doppelte Patrozinium Mariä Himmelfahrt (15.8.) und
Hl. Michael ( 29.9.) ist besonderer Ausdruck der bunten Geschichte unserer Pfarre.
Seit der Weihe des heutigen spätbarocken Kirchenbaus am 24. Juni 1738 ist die Gottesmutter Maria Hauptpatronin der Gnigler Pfarrkirche. Sie löste damit den Erzengel Michael als bisherigen Hauptpatron ab.
Dies erklärt sich vor allem durch die 1697/98 erfolgte Aufstellung einer Kopie des ursprünglich aus Ungarn stammenden Gnadenbildes
von Maria Pötsch
in der alten Gnigler Kirche (Original im Wiener Stephansdom).
Das Gnadenbild, in Gnigl "Maria Schutz" genannt, erfreute sich bald einer regen
Verehrung und führte zu einer lokalen Wallfahrtstradition.


Der Erzengel Michael scheint bereits in der ersten urkundlichen Erwähnung der Gnigler Kirche im Jahr 1585 als Patron auf. Sein Kampf mit dem Drachen machte ihn zu einem Rodungs- und Sumpfpatron, was für Gnigl und die zahlreichen Sümpfe und Moore rund um die Stadt Salzburg nicht unbedeutend gewesen sein dürfte.


Blickfang des Innenraumes ist der 1738 von Sebastian Stumpfegger in verschiedenen Marmorarten geschaffene Hochaltar. Der Salzburger Hofmaler Jacob Zanusi (1679 – 1742) fertigte neben den übrigen Altarblättern mit dem Hochaltarblatt (Kampf des Erzengels Michael mit den Mächten der Unterwelt) eines seiner größten und bedeutendsten Gemälde.


Im Jahr 2007 wurde anlässlich des 150-jährigen Pfarrjubiläums die Kirche innen renoviert.

 

Ouelle: Chronik "Gnigl, Mittelalterliches Mühlendorf, Gemeinde an der Eisenbahn, Salzburger Stadtteil"
Herausgegeben von Sabine Veits-Falk und Thomas Weidenholzer im Auftrag des Stadtteilvereins Gnigl
Text: Roland Peter Kerschbaum, MMMag., Pfarrer von Elsbethen, Lektor für christliche Kunst und Diözesangeschichte an der Universität Salzburg
Foto: Fa. Foto Sulzer, Salzburg - Gnigl

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Auszug aus dem Salzburg Wiki

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